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Wirtschaftsverträge
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Wirtschaftsverträge

Ohne eine gute und funktionieren Weltwirtschaft kann auch keine nationale Volkswirtschaft funktionieren. Der Handel unter den Staaten ist wie die Pulsader eines Menschen. Ohne den Handel mit Waren, Rohstoffen und Devisen, könnte kein Land überleben. Dies ist so, weil kein Land alles in der Menge Produzieren oder Anbauen kann, wie es benötigt wird. Hier kann man ein einfaches Beispiel nennen. In einem Land wie Deutschland, können keine Bananen angebaut werden. Wenn also Länder, welche Bananen im Überschuss haben diese nicht verkaufen, dann gäbe es in Deutschland keine Bananen. Dieses Beispiel kann man auf viele andere Produkte übertragen, welche es hier zu kaufen gibt. Doch auch Deutschland braucht die Weltwirtschaft, denn Deutschland ist seit Jahren der sogenannte Exportweltmeister. Dies bedeutet, das die deutsche Wirtschaft, ohne seine hohen Exporte, nicht den Wohlstand erwirtschaften könnte, wie er in diesem Land vorherrscht. Würde es keinen Wohlstand geben, dann würde sich die Rate der Geburten senken und Mann und Frau brauchen auch keine Kinder in die Welt setzen. Doch so geht es nicht nur Deutschland, sondern auch allen anderen Ländern der Welt. Wenn also die Pulsader (die Weltwirtschaft) zum erliegen käme, würden auch die Venen (alle Staaten der Welt) auch zum erliegen kommen. Somit sorgt die Weltwirtschaft heute für das überleben der Staaten. Um die Weltwirtschaft am laufen zu halten, wurden Im 20. Jahrhundert einige wichtige Rahmenbedingungen geschaffen. Damit beschäftigt sich der nächste Teil näher. Doch wie sehen diese aus? Was bewirken diese Rahmenbedingungen? und wer verwaltet diese Rahmenbedingungen?

Wirtschaftsverträge der WTO

Grundstein für alle Rahmenbedingungen bilden die WTO-Verträge. Dieser Vertrag ist die Grundlage für das Bestehen der Welthandelsorganisation (WTO). Die WTO wurde am 15. April 1994, nach 7 jähriger Verhandlungszeit in Marrakesch (Marokko) gegründet und nahm die Arbeit zum 1. Januar 1995 auf. Inzwischen sind 153 Staaten in der WTO organisiert. Diese Staaten erwirtschaften rund 90 Prozent des gesamten Wirtschaftsvolumens der Welt. Die WTO hat ihren Sitz in Genf (Schweiz) und beschäftigt sich mit der Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen auf der ganzen Welt. Die WTO ist dafür zuständig, Handelshemmnisse abzubauen und dafür zu sorgen, das der internationale Handel Liberalisiert wird und mehr Freihandel entsteht. Bei Handelsstreitigkeiten zwischen zwei oder mehreren Staaten, ist die Welthandelsorganisation zur Schlichtung angehalten. Wirtschaftspolitisch verfolgt die Welthandelsorganisation liberale Außenhandelspolitik, welche durch Deregulierung und Privatisierung erreicht werden soll. Die Welthandelsorganisation ist die Dachorganisation der Verträge GATT, GATS und TRIPS, welche im folgenden kurz näher erläutert werden.

Wirtschaftsverträge der GATT

Dieser ist das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen. Dieses Abkommen ist zum einen die klassische und zum anderen umfangreichsten Komponente im System der Welthandelsorganisation. Das GATT beläuft sich in den wesentlichen Punkten auf vier Grundideen. So gilt als erstes das zentrale Verbot von staatlichen Handelsbeschränkungen. Dies ist im Artikel XI GATT niedergeschrieben. Der zweite Grundsatz beruht auf einer Festsetzung, aber dennoch stetigen Senkung der Zollsätze. So steht es im Artikel II GATT. Der dritte Grundsatz liegt in der Meistbegünstigung. Dies heißt das möglichst viele vom Handel profitieren sollen, so steht es im Artikel I GATT. Die vierte und letzte Grundidee ist die Inländerbehandlung, welche im Artikel III GATT festgeschrieben ist. Es gibt freilich noch ergänzende Nebenabkommen, welche auftretende Spezialfälle und auch Ausnahmen regeln.